Die Land- und Baumaschinen- sowie Motorgeräte-Fachbetriebe melden seit sieben Quartalen Umsatzverluste, so auch im ersten Quartal 2025 – nahezu alleinverantwortlich dafür ist der noch immer zähe Neumaschinenmarkt. Die Lager bauen sich allmählich an, die Umsatzerwartung der Branche legt langsam zu.
Die Branchenkonjunktur im Land- und Baumaschinenhandel und -Handwerk zeigt auch im ersten Quartal 2025 noch leicht nach unten: Um minus 2,8 Prozent nahm der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal ab. Nahezu alleinverantwortlich dafür ist weiter der schwache Neumaschinenmarkt (-7,5%), alle anderen Umsatzträger zeigen wieder einen Zuwachs: Gebrauchtmaschinen (+1,7%), Werkstatt (+3,6%) und Ersatzteilvertrieb (+3,2%). „Ohne es schönreden zu wollen, denn das Gesamtergebnis zeigt nun zum siebenten Mal in Folge ein negatives Quartalsergebnis, ist das Ergebnis ein negatives, sogar wieder deutlicher als zuletzt“, stellt Ulrich Beckschulte von der Fachberatungs- und Informationsstelle (FIS) im LandBauTechnik-Bundesverband heraus. Zwar konnte schon wieder weit mehr als die Hälfte aller etwa 4000 Fachbetriebe in Deutschland Umsatzzuwächse oder auch Nullwachstum vermelden, dennoch zeigt das Umsatzergebnis bei 43 Prozent der Kollegen weiter nach unten. Das ergab eine Umfrage der Fachberatungs- und Informationsstelle (FIS) im Bundesverband LandBauTechnik e.V.
Die Kostenentwicklung schwächt sich ebenfalls leicht ab: plus 4,8 Prozent beim Personal und plus 4,9 Prozent bei den Betriebskosten. Der Lagerbestand sinkt weiter: „Erstmals vermeldeten 55 Prozent der Mitglieder zurückgehende Neumaschinenlager – hier ist das Schlimmste wohl überwunden“, vermutet Beckschulte. „Das ist eine sehr gute Entwicklung, denn dass volle Lager und steigende Zinsen eine explosive Mischung sind, haben viele Händlerkollegen in der nach-Coronazeit leidvoll erfahren müssen“.
Der Beschäftigtenstand ist um 0,5 Prozent zurückgegangen, auch das erstmals seit vielen Quartalen. Die Investitionsneigung der Fachbetriebe ist unverändert.
Die Umsatzerwartungen an die nähere Zukunft werden langsam besser, nur noch 40 Prozent (zuvor über 60 Prozent) aller Fachbetriebe sehen hier weiter dunkle Wolken. Auf ihren Service aus Werkstatt und Ersatzteilbereich bauten die Händlerkollegen vehement, 60 Prozent erwarten sogar schon wieder Zuwachs im Werkstattumsatz.
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DW