„Heute ist ein Tag, auf den Sie lange hingearbeitet haben – ein Tag, der für viele von Ihnen mehr bedeutet als nur das Bestehen einer Prüfung. Es ist der Moment, in dem aus Auszubildenden Fachkräfte werden, ein Moment, auf den Sie stolz sein dürfen“, betonte Obermeister Hans Chorbacher anlässlich der traditionellen Freisprechungsfeier der Innung für Land- und Baumaschinentechnik Mittelfranken. Zahlreiche Gäste, darunter Ben Schwarz, Landrat des Landkreises Roth, und Alois Göppel, Landesinnungsmeister des Landesinnungsverbandes Bayern, hatten sich im Landgasthof Schwarz in Veitsaurach eingefunden, um in festlichem Rahmen 70 junge Handwerkerinnen und Handwerker zu ehren.

Der Obermeister würdigte Mittelfranken als eine Region, in der Handwerk nicht nur Tradition hat, sondern gelebt wird. Eine Region, in der Verlässlichkeit zählt, angepackt wird und Menschen Verantwortung übernehmen. „Genau dafür stehen auch Sie, und genau deshalb werden Sie gebraucht. Doch Erfolg kommt nicht von allein, er entsteht dort, wo Können auf Leidenschaft trifft und man bereit ist, Verantwortung zu übernehmen“, gab Chorbacher den Junggesellinnen und Junggesellen mit auf den Weg. Sie hätten sich ein Handwerk erarbeitet, das unsere Gesellschaft trägt. Ohne Ihre Arbeit würden Felder stillstehen, Baustellen ruhen und vieles, was für uns selbstverständlich ist, nicht funktionieren. „Das ist eine große Verantwortung, aber auch eine große Chance“, betonte Chorbacher.

Landrat Ben Schwarz würdigte in seiner Festansprache die guten Zukunftsaussichten der jungen Gesellinnen und Gesellen auch in der aktuellen von erheblichen Herausforderungen geprägten wirtschaftlichen Lage. Die zunehmende Technisierung und Digitalisierung in der Land- und Bauwirtschaft biete vielfältige berufliche Möglichkeiten. Daran wird nach Überzeugung des Landrats, der einen interessanten Vergleich herstellte, auch KI nichts ändern: „Der Beruf der Land- & Baumaschinenmechatroniker ist derart vielseitig, dass man ihn durchaus als das Schweizer Taschenmesser des Handwerks bezeichnen könnte. Sie sind Problemlöser an der Schnittstelle von Tradition und Technik“, so der Landrat.

Landesinnungsmeister Alois Göppel riet den Freizusprechenden, sportlich bzw. olympisch zu denken. Mit dem erfolgreichen Abschluss ihrer Ausbildung hätten sie ein Fundament gelegt, auf dem sie aufbauen können, aber genau dieses Fundament könne nur bestehen, wenn es regelmäßig gepflegt wird. Die meisten Teilnehmenden an den olympischen Winterspielen, die eine Medaille errangen, trainierten nach einer kurzen Pause bereits wieder für die nächsten Wettkämpfe. Das sollten sich die Junggesellinnen und Junggesellen zum Vorbild nehmen.

Mit einem Vergleich aus der Technik verdeutlichte Oberstudiendirektorin Undine Landvoigt, Leiterin des Beruflichen Schulzentrum Roth, die auch im Namen des Berufsschulstandortes Rothenburg sprach, sehr anschaulich die Leistung der Freizusprechenden: Vor dreieinhalb Jahre hätten die Auszubildenden eine Entwicklung gestartet, die man wohl am besten mit einem anspruchsvollen Kaltstart vergleichen könne. Die Freisprechung sei der Beweis dafür: Der Motor läuft, die Einstellung, die Verbindung von Tradition und High-Tech stimmt. Doch, auch für Undine Landvoigt ist Weiterbildung unerlässlich: „Die Land- und Baumaschinentechnik steht nicht still. Wir reden über Autonomes Fahren auf dem Acker, über alternative Antriebe auf der Baustelle und eine immer stärkere Vernetzung.“

Ein Video von Fachlehrer Herbert Schultheiß, Berufsschule Rothenburg-Dinkelsbühl, das einen gelungenen Überblick über die schulischen Aktivitäten vermittelte, rundete den offiziellen Teil der Veranstaltung ab. Bei Speis´ und Trank saß man dann gerne noch eine Weile gemütlich beisammen.

Im Rahmen der Freisprechungsfeier konnten auch eine Junggesellin und drei Junggesellen ausgezeichnet werden, die ihre Berufsausbildung mit großem Erfolg und sehr guten Leistungen abgeschlossen haben. Es sind dies  (in Klammern die Ausbildungsbetriebe):

Sommerprüfung 2025:
Lukas Brunner (Fa. Friedrich Dorner, Thalmässing)

Melissa Halmheu (Robert Aebi GmbH, Achstetten)

Max Kirchdörfer (LVK Landtechnik Vertrieb Kamm e.K., Weißenburg)

Winterprüfung 2026:
Luca Griesmeier (Fa. Georg Hufnagel, Neuhof/Zenn)

 

Autor: Lilo Brückner prb PR-Beratung/Pressebüro/Werbeagentur

 

(DW)