Die Fachberatungs- und Informationsstelle (FIS) im Bundesverband LandBauTechnik e.V. hat die Ergebnisse ihrer aktuellen Konjunkturumfrage für das erste Quartal 2026 veröffentlicht. Die Daten zeigen, dass sich die Branche der Land- und Baumaschinen zwar weiterhin in einer schwierigen Lage befindet, jedoch erste positive Signale einer Trendwende erkennbar sind.

Anhaltende Umsatzverluste, aber Hoffnung auf Besserung

Die annähernd 6.000 Fachbetriebe in Deutschland meldeten auch im ersten Quartal 2026 erneut Umsatzverluste. Der Gesamtumsatz sank im Durchschnitt um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit befindet sich die Branche seit nunmehr elf Quartalen in Folge im Negativtrend.

Hauptgrund für die Minus-Entwicklung bleibt das Neumaschinengeschäft, das mit einem Rückgang von 4,8 Prozent weiter unter Druck steht. Die Lagerbestände an Neumaschinen füllen sich wieder. Die Kostenentwicklung verschärft die Situation: Die Betriebskosten stiegen um 4,9 Prozent, während die Personalkosten sogar um 5,3 Prozent zulegten.

Erste positive Signale im Servicebereich

Trotz der allgemeinen Flaute zeigen sich deutliche Unterschiede innerhalb der Branche. Während das Neumaschinengeschäft schwächelt, haben sich der Werkstattbereich und der Handel mit Ersatzteilen erholt. Der Werkstattbereich verzeichnete ein Plus von 3,9 Prozent, der Bereich Ersatzteile legte um 1,1 Prozent zu.

Die Verteilung der Betriebe zeigt ein differenziertes Bild: 51 Prozent der Fachbetriebe meldeten Umsatzverluste, während 28 Prozent von Umsatzsteigerungen berichten. Die Mitarbeiterzahlen sind minimal zurückgegangen.

Zukunftserwartungen: Mehrheit hofft auf Trendwende

Die Stimmung in der Branche ist trotz der anhaltenden Schwierigkeiten nicht gänzlich düster. Bei der Befragung der Zukunftserwartung gaben 71 Prozent der Befragten an, ein Ende der Minusentwicklung zu erhoffen. 6 Prozent der Betriebe erwarten sogar bereits ein Umsatzplus. Lediglich 24 Prozent befürchten einen weiteren Rückgang.

Statement des Präsidenten

Karl Josef Duffner, Präsident des Bundesverbandes LandBauTechnik e.V., kommentiert die Lage wie folgt: „Wir sehen zwar erste positive Signale im Servicebereich, doch die Abhängigkeit vom Neumaschinengeschäft bleibt eine große Herausforderung. Die Branche braucht jetzt klare Rahmenbedingungen, um die Investitionsfreude wieder zu stärken.“

Duffner hob zudem die Bedeutung des Servicegeschäfts für die Stabilität der Betriebe hervor: „Der Service ist das Rückgrat unserer Branche. Dass sich hier eine Erholung abzeichnet, ist ein wichtiges Signal. Doch ohne ein stabiles Neumaschinengeschäft wird sich die Gesamtsituation nicht nachhaltig verbessern.“

Ausblick

Die aktuelle Konjunkturerhebung der FIS zeigt, dass die Branche zwar noch nicht vollständig aus der Krise heraus ist, aber erste Anzeichen einer Erholung hoffen lassen. Der Fokus liegt nun darauf, die positiven Entwicklungen im Servicebereich zu nutzen und gleichzeitig die Rahmenbedingungen für das Neumaschinengeschäft zu verbessern, um eine nachhaltige Erholung der gesamten Branche zu ermöglichen. Dazu müssen nun auch dringend Entlastungen für die Betriebe her, mahnt Karl Josef Duffner. „Für die Land- und Baumaschinen-Branche müssen Investitionen steigen und die Arbeitskosten sinken. Es geht, wie auch ZDH-Präsident Dittrich für das gesamte Handwerk sehr richtig ausführt, nicht um Einzelmaßnahmen, sondern um ein Gesamtpaket, das Wachstum in dieser Branche überhaupt erst wieder möglich macht.“

Die gesamte Auswertung finden Sie hier:

https://www.landbautechnik.de/konjunkturdaten-i-quartal-2026/

GSK